Finanzinfoverlag KG i.G hatte vorab für die Bewohner der Stadresidenz in Bitburg exklusiv einen Vorababdruck in SW diesen zukommen lassen. Promt erreichte uns bereits ein erster Leserbrief den wir natürlich auch veröffentlichen.

Sehr geehrte Frau Holz, sehr geehrter Herr Schäfer

Als Mieterin in der Stadtresidenz möchte ich Ihnen einen guten Rat geben. Stoppen Sie in Ihrem eigenen Interesse die Verbreitung dieser dubiosen Zeitung. Investigativer Journalismus geht anders. Beim Lesen der Ereignisse stellt man sich sehr schnell die Frage nach Ihrer Motivation. Haben Sie eine offene Rechnung mit dem Bauträger zu begleichen? Oder brauchen Sie einen handfesten Skandal für Ihr Blatt? Die von Ihnen erhobenen Vorwürfe sind hanebüchen und entbehren jeglilcher Realität. Wer hier mietet oder kauft weiß um die fensterlosen Bäder oder offenen Küchen.Men Wohnbereich riecht nicht nach Essen. Vielleicht brauchen Sie eine bessere Abzugshaube. Die Lüftung in meinem Bad lauft lautlos. Mit meinen Nachbarn werde ich demnächst ein ernstes Wort reden. Sie streiten so leise, ich höre beim besten Willen nichts. Ich könnte jetzt die anderen Punkte (Brandschutz, Müll, Gestank, Bahngleise usw)ebenfalls alle zerflücken, erpare es mir aber. Sie wissen ja hoffentlich selbst, wie absurd Ihre Vorwürfe sind. Eines will ich Ihnen aber noch verraten . Ich zahle deutlich weniger als 9 Euro.netto.Dank der guten Isolierung dürfte meine Heizkostenabrechnung ebenfalls sehr günstig ausfallen. Daß Sie zu allen Überluss auch noch die Nazi Keule schwingen , Albert Speer läßt grüßen ist beileidigend und völlig indiskutabel. Mit  nachbarschaftlichen Grüßen Hildegard Brendel, Bahnhofstraße 31,54634 Bitburg

Finanzinfoverlag hat natürlich zugleich Frau Brendel  geantwortet:

Sehr geehrte Frau Brendel, Ihren Leserbrief haben wir erhalten und werden diesen in der nächsten Ausgabe mit abdrucken. Die Inhalte Ihres Schreibens wirken für uns ein wenig befremdlich und erinnert uns im Vorgang an Vorgänge, die im Dritten Reich üblich waren und stellen Ihnen deshalb folgende Fragen.

1. Ist es Ihnen bekannt, dass wir eine durch das Grundgesetz geschützte Gewerbe und Pressefreiheit haben und dass die Presse eine öffentliche Aufgabe zu unserer Demokratie erfüllt? Im Dritten Reich wollte man keine freie Preisse, damit die Dummheit und der Betrug weiter regieren konnten. Es ist interessant, dass Sie uns raten eine Zeitung im eigenen Interesse zu stoppen.WollenSie uns drohen? Sind Sie demokratiefeindlich?Wollen Sie uns schützen, wenn ja vor wem?

2. Kann es sein, dass Sie das Schreiben vordiktiert bekommen haben, um dann als Agent Provocateur aufzutreten? Was Sie dann, schon getan hätten?

3. Kann es sein, dass Ihnen ein Rechtsanwalt dazu geraten hat?Die Frage ist nämlich die, nach Ihrer Motivation uns ein solches Schreiben vom Inhaltskern zu senden

.4. Wissen Sie wer eigentlich Albert Speer war und was eine Nazi Keule ist?

5. Die Menschenwürde ist unantastbar, dass scheint für Bitburg nicht zu gelten oder?. 6. Kann es sein, dass Sie zuvor das an uns gerichtete Schreiben per Fax an einen Bauträger mit persönlichem Anschreiben gesandt haben?

Da wir die Auflage unserer Zeitung auf 15000 Exemplare und die Seitenzahle nun erhöht haben, und wir die Ihnen hiermit zuvor gestellten Antworten  mit Ihrem Schreiben abdrucken möchten , geben wir Ihnen hiermit die Gelegenheit uns die gestellten Fragen zu beantworten. Sollten Sie auf die Beantwortung bis zum 23.3.2013 verzichten , dann drucken wir dieses Schreiben unkommentiert neben Ihrem Leserbrief ab.

mit freundlichen Grüßen

Oliver Schäfer